Entwässerung Gotthartbasistunnel CENERI Schweiz

Retrofit Waldrich Schleifmaschine
Juni 8, 2020

Projektbeschreibung


 
Für die Inbetrienahme des letzten Tunnelabschnittes des Gotthart-Tunnels in der Schweiz, der CENERI-Tunnel, ist das Gewerk der Entwässerung an die SIEMENS Mobility Schweiz übergeben worden.

Wir durften mit zwei Spezialisten die Lieferung der Kopfrechner für die Tunnelentwässerung in diesem hochkomplexen SCADA-System übernehmen.

Die Hauptaufgaben waren,
  • die Datenbank mit den Datenpunkt-Instanzen aufzubauen. Als Basis dienten die S7-Projekt-Files
  • Überwachung der drei redundaten S7-400 Verbindungen
  • Überwachung sämtlicher Treiber und Controls
  • Erstellung der Visualisierung laut Styleguide und HMI-Workshops
  • Einbindung der redundanten Kopfrechner in das Tunnelleitsystem vir OPC UA
  • Begleitung sämtlicher offiziellen Testabschnitte durch ATG (SBB-Tochter)


  • Details entnehmen Sie bitte der unten angeführten Liste

    Weitere Informationen siehe WIKIPEDIA.org

     

    Aufgabenstellung


     
    1Analyse der Pflichtenhefte und Anfordergen
    Das Entwässerungsprojekt wurde eingebettet in das Framework der SIEMENS Mobility CH. Jedoch gab es zum Zeitpunkt der Übernahme des Projektes noch keine Details über Aussehen und Verhalten der Anlage. Diese wurden als erster Schritt gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet (HMI-Workshops, Pflichtenheft, Testspezifikation).
    2Einbindung der redundaten SPSen (drei verteilte Standorte)
    An drei Standorten wurde jeweils ein redundantes SPS-Paar S7-400 eingesetzt. Die S7-Projekte wurden in das WinCC OA Projekt importiert und alle Objektinstanzen (Datenpunkte) generiert und entsprechend der Objektlisten konfiguriert (Alarmbehandlung, Grenzwerte, Einheiten, usw)
    3Redundanzkonzept Kopfrechner
    WinCC OA unterstützt das Hot-Standy-Konzept, sodass bei Ausfall eines Servers, der redundante Server in Bruchteilen die Aufgaben übernimmt.

    Dieses Verfügbarkeitskonzept muss natürlich in komplexen Systemen konfiguriert und angepasst werden (Fehlergewichtung, Treiberkonfiguration, Control-Programmierung, usw)

    4Einbindung Tunnelleittechnik
    Am Kopfrechner wird jede Einzelmeldung am Alarmschirm gemeldet. Zur Tunnelleittechnik allerdings, müssen die Einzelmeldungen zu Sammelmeldungen aggregiert werden, um die Meldeanzahl am übergeordneten Leitsystem gering zu halten.
    Die Sammelmeldungen werden über OPC UA an die TLT weiter gereicht. Ein 100%-Datenpunkt-Test garantiert, dass jede Meldung des KR an die TLT übertragen wird.
    5Einbindung von Querbeziehungen
    Das Entwässerungssystem ist kein in sich abgeschlossenes Gewerk. Die Projektanforderung war, auch die Kühlung von diversen Bahntechnikgebäuden sicher zu stellen. Entsprechend sind Schnittstellen zu anderen Kopfrechner-Gewerken notwendig - die sogenannten Querbeziehungen - um Informationen über Wassertemperatur, zu liefernde Wassermenge, oder Leitungs-Lekagen auszutauschen.
    6Erstellung der Visio laut Styleguide
    Dem Gotthard-Projekt liegt ein Styleguide zugrunde, der das Aussehen von Schrift, Shapes und Dialoge vorgibt. Über Workshops wurde gemeinsam mit dem Kunden die Visio-Lösung erarbeitet. Es musste gewährleistet sein, jederzeit die Sprachen zwischen Deutsch und italienisch zu wechseln. DEUTSCH ITALIENISCH